Mitarbeiter – Kosten auf zwei Beinen !?

von admin am 28. Juni 2010

Zugegeben, etwas provokant klingt das schon. Doch wie selten hört man heute noch den alten Spruch: „Die Mitarbeiter sind unser wichtigster Aktivposten“! Stattdessen erklingt immer häufiger die Klage: „Die Mitarbeiter sind unsere größte Last“. Unstrittig wird eine der zentralen Management-Herausforderungen der nächsten Jahre darin bestehen, die Produktivität schneller wachsen zu lassen, als die Kosten steigen. 49% der Manager sehen derzeitig in Kostensenkungsprogrammen und in der Optimierung der Kostenstrukturen die wichtigsten Maßnahmen. Nicht wenige Großunternehmen fordern von ihren Zulieferern die Kosten zu senken und im Ausland produzieren zu lassen. Dieser Weg birgt eine Reihe Risiken.
Die Lohnkosten sind in diesen Regionen in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen und sie werden weiter steigen, aber wie viel Prozent macht das aus?
Es fallen hohe qualitätsbezogene Kosten an, um zu überprüfen, ob die Qualität eingehalten wurde.
Know-how-Verluste treten auf, weil Mitarbeiter von der Konkurrenz abgeworben werden oder sich selbständig machen
Damit besteht bei den Personalkosten (gleiches gilt auch für Sachkosten, wenn diese durch Bündelung der Einkaufsmacht reduziert werden sollen) das Risiko, das Einsparpotentiale nicht erschlossen werden und die Personalentwicklung (wie Innovation) einer einseitigen Sparperspektive zum Opfer fällt. So müssen Organisationskosten statt Personalkosten (und Innovationserträge statt Einkaufspreisen) stärker im Mittelpunkt von Entscheidungen stehen. Aber geht es heute wirklich noch um die Frage: „Wie mache ich ein Produkt oder eine Dienstleistung billiger?“
Kosten senken ist kein Unternehmensziel!

Dagmar Hentschel

Den dazugehörigen Vortrag finden sie hier.

{ 1 Kommentar… lese ihn unten oderschreibe selbst einen }

Bubby Juli 29, 2011 um 19:05

That’s a mold-breaekr. Great thinking!

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